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Das MuCEM Marseille: Ganz Europa in einem Museum

Das MuCEM (Museum der Zivilisationen Europas und des Mittelmeers) gehört zu den beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten von Marseille. Es zählt zu den 50 am häufigsten besuchten Museen der Welt und darf bei einer Stadtbesichtigung im Ferienhaus-Urlaub nicht fehlen.

Das Musée des Civilisations de l’Europe et de la Méditerranée, kurz MuCEM, befindet sich im Alten Hafen von Marseille direkt am Meer. Auf Deutsch trägt es den Namen Museum der Zivilisationen Europas und des Mittelmeers. Es wurde am 7. Juni 2013 anlässlich der Ernennung Marseilles als Kulturhauptstadt Europas eröffnet und ist das erste Musée National außerhalb von Paris.

Am 4. Juni 2013 wurde das Museum mit einer feierlichen Zeremonie durch Staatspräsident François Hollande eröffnet und am 7. Juni strömten die ersten Besucher in das monumentale Gebäude. In kurzer Zeit wurde es zu einem der 50 meistbesuchten Museen der Welt und zählt zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Marseille. Wer im Ferienhaus-Urlaub die Gelegenheit hat, dem MuCEM einen Besuch abzustatten, sollte sich dies nicht entgehen lassen. 

Einzigartige Architektur im Hafen von Marseille

Das MuCEM besticht schon alleine durch seine Architektur. Nach den Entwürfen des französischen Architekten Rudy Riciotti errichtet, thront es auf der Esplanade du J4, einem künstlichen Ausläufer des alten Hafens von Marseille. Sein Dach ist über einen Fußgängersteg mit dem historischen Fort Saint-Jean verbunden. Direkt neben dem MuCEM steht das Ausstellungsgebäude Villa Méditerranée. 

Der Museumsbau ist als großer Kubus angelegt, seine Fassade ist verglast und an zwei zum Hafenwasser ausgerichteten Seiten mit einer netzartigen, organisch anmutenden Betonkonstruktion verkleidet. Auf einem Außenrundgang zwischen Glas und Beton kann man sich diese bizarre Konstruktion direkt aus der Nähe ansehen. 

Auch die Dimension des Museumsgebäudes ist schlicht beeindruckend: 30.000 m² Fläche nimmt der Bau in der Hafenschneise von Marseille ein. Im Kontrast zum historischen Fort Saint-Jean wirkt es ein wenig wie ein riesiges, kantiges Raumschiff aus Glas. 

 

190 Millionen Euro verschlang der Bau, dessen unvergleichliche Architektur Modernität und Kulturerbe miteinander in Einklang bringt. Rohe Materialien, klare Formen und verspielte Details verleihen dem MuCEM eine Ausstrahlung, die für sich genommen schon sehenswert ist.

Reise durch die Kulturgeschichte Europas

Das MuCEM hat sich zum Ziel gesetzt, ein besseres Verständnis der Welt, in der wir heute leben, zu fördern. Ferienhaus-Urlauber haben hier die seltene Möglichkeit, die jüngsten ethnografischen Erhebungen in Europa und im Mittelmeerraum direkt aus erster Hand zu bestaunen und einen Blick auf die Entwicklung der menschlichen Gesellschaft, auf ihre Geschichte, ihre Produktions- und Konsumtechniken, deren Gebrauch und Darstellungen zu werfen.  

So zeigt etwa die Dauerausstellung in der Galerie de la Méditerranée den Übergang zum Ackerbau, die Erfindung der Religionen sowie die Geburt des aufgeklärten Bürgers.

Sie wird von den beiden Sonderausstellungen Le Noir et Le Bleu (Das Schwarze und das Blaue) und Au Bazar du Genre (Auf dem Bazar des Geschlechtes) begleitet, die die Geschichte des Mittelmeerraums in Hinblick auf den Kontrast zwischen europäischem und afrikanischem Leben sowie die Rolle von Frauen und Sexualität in der Region darstellen.

Daneben gibt es permanent zahlreiche wechselnde Ausstellungen und Exponate, entweder von international bekannten Künstlern wie Ai Weiwei oder über weniger bekannte Persönlichkeiten wie beispielsweise den algerischen Freiheitskämpfer Haddschi Abd el-Kader.

Weitere Themen sind die Darstellenden Künste, das öffentliche Leben, Handwerk mit Industrie und Handel, Sport und Gesundheit, Körperwahrnehmung und Sexualität, Mobilität und Kommunikation, Landwirtschaft und Ernährung, Glaube und Religion sowie häusliches Leben. 

Insgesamt verfügt das MuCEM über die unglaubliche Zahl von 250.000 Objekten, 150.000 Arbeiten, 350.000 Fotografien, 100.000 Postern und Drucken, 100.000 Postkarten

Und 80.000 Audioaufnahmen.

Wissen, was Europa zusammenhält

Doch das MuCEM dient nicht nur dem Amüsement seiner Millionen Besucher, sondern ist auch eine wichtige Forschungseinrichtung. Wissenschaft und Kunst wollen die Dynamik der zeitgenössischen Gesellschaften in Europa und im Mittelmeerraum verstehen und aus einem vergleichenden und interdisziplinären Blickwinkel heraus beleuchten. 

Die Idee dahinter ist, ein gemeinsames europäisches Kulturerbe zu identifizieren, zu sichern und für die Menschen Europas und der Welt zugänglich und greifbar zu machen, also zu verstehen, was Europa heute und in Zukunft zusammenhält und wie die Europäische Identität lebendig gehalten werden kann. 

Dazu arbeiten Forscher aus den unterschiedlichsten Disziplinen, Konservatoren, Künstler, aber auch Kuratoren und Bürger zusammen. Ihr gemeinsames Ziel ist, die Erscheinungsformen der heutigen Gesellschaft im europäischen Mittelmeerraum zu dokumentieren, die Sammlungen des Museums zu erhalten und zu erweitern, Wissen weiterzugeben und mit der Öffentlichkeit in Kontakt zu treten.  

Vielseitiges Programm für Kulturinteressierte

Die Ausstellungen des MuCEM bieten einen Einblick in den Reichtum und die Vielfältigkeit der Zivilisationen im Mittelmeerraum, in der Vergangenheit sowie in der heutigen Zeit. Unterschiedliche Sichtweisen von Anthropologen, Historikern, Soziologen, Kunsthistorikern oder Künstlern werden einander gegenübergestellt und sorgen für echte Interdisziplinarität. In Veranstaltungen wie Workshops, Filmvorführungen, Lesungen und Multimedia-Shows empfängt das Museum die interessierte Öffentlichkeit.

Ein besonderes Angebot das MuCEM ist außerdem die Buchung für individuelle Veranstaltungen und Anlässe. Auf Wunsch wird ein Team bereitgestellt, spezielle Räumlichkeiten vermietet, Know-how und Unterstützung angeboten. Jedes Jahr finden deshalb in diesem Herzen Europas zahlreiche Firmenveranstaltungen, Seminare und Fortbildungen, aber auch Galaabende, Cocktailpartys, Modenschauen, Roadshows und Dreharbeiten statt.

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