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Ménez-Hom - Der heilige Berg der Kelten

Der Ménez-Hom ist ein erloschener Vulkan und der höchste Berg der Bretagne außerhalb der Monts d'Arée. Früher von den Kelten als heiliger Berg verehrt, ist er heute ein beliebtes Ausflugsziel und bietet eine sagenhafte Rundumsicht auf die Crozon-Halbinsel, die Bucht von Douarnenez, die Rade de Brest und das Aulne-Tal.

Der Ménez-Hom liegt im Regionalen Naturpark Armorique in der Region Bretagne im Norden Frankreichs. 330 Meter hoch erhebt sich der Gipfel des längst erloschenen Vulkans in den Himmel. Nimmt man es genau, so besteht der Ménez-Hom eigentlich zwei Gipfeln: dem Petit Ménez , „Yelc'h" genannt, und dem Hauptgipfel, dem "Yed". Beide Gipfel liegen etwa 800 Meter voneinander entfernt. 

Der Ménez-Hom schließt westlich die Bergkette der "Montagnes Noires", der schwarzen Berge, ab und steht heute unter Naturschutz. Auf seinem verwitterten Quarzgestein hat sich eine heideartige Vegetation angesiedelt, die den Berg in warmen, erdigen Farben strahlen lässt. Schon von Weitem wird man in seinen Bann gezogen und es verwundert nicht, dass die Kelten in dem Berg einen besonderen Ort wähnten, den sie verehrten und um den sich viele Sagen ranken.  

Davon abgesehen ist der Berg einer der schönsten Aussichtspunkte der Bretagne, von dem aus man bei gutem Wetter ein schier endloses Panorama genießen kann. Ferienhaus-Urlauber in Frankreich sollten sich diese Gelegenheit auf keinen Fall entgehen lassen. Schon mit einer leichten Wanderung kommt man in den Genuss dieses wundervollen Flecks Erde. Außerdem ist der Berg ein beliebter Startplatz für Gleitschirmflieger.

Mythen und Sagen begleiten den Wanderer auf den Ménez-Hom

Die Geschichte des Ménez-Hom reicht weit in die Vergangenheit zurück. Schon einige Tausend Jahre vor Christus siedelten hier die ersten Menschen. Davon zeugen zahlreiche Megalithanlagen und Dolmen in den Monts d’Arée. Auch am Ménez-Hom befand sich ein solcher Kultort. 

Auch die antiken Kriegsführer erkannten im Gipfel des Ménez-Hom einen strategisch äußerst günstigen Punkt, konnte man doch die gesamte Umgebung überblicken. Waren Feinde im Anmarsch, entzündete man Gipfelfeuer um die umliegenden Siedlungen zu warnen. Schon zur Zeit Aremoricas, wie die nordwestliche Küste des heutigen Frankreichs in der Antike genannt wurde, galt der Ménez-Hom als heiliger Berg. Dementsprechend ranken sich um ihn zahlreiche Mythen und Legenden. 

So soll etwa sagenumwobene König Marc’h von Cornouailles hier mit einem Fluch belegt worden sein, nachdem er eine weiße Hirschukuh bei der Jagd erlegt hatte. Er habe sie, so die Legende, auf dem Gebiet des Ménez-Hom gejagt und in der Bucht von Douarnenez schließlich in die Enge getrieben und getötet. Daraufhin wurde er mit einem Fluch belegt, der ihn mit Pferdeohren verunstaltete, und ihm den Beinamen Mark mit den Pferdeohren verlieh. 

Allerdings soll es dem Verfluchten gelungen sein, den Bann abzuschütteln. Daraufhin, so die Geschichte, habe er seinen Neffen Tristan beauftragt, die schöne Isolde mit einem Zaubertrank gefügig zu machen und für ihn zu erobern. Und so entstand die weltberühmte Liebesgeschichte von Tristan und Isolde. 

König Marc'h (die bretonische Bezeichnung für Pferd) von Cornwall, soll unter einer Steinpyramide an einer Flanke des Ménez-Hom begraben worden sein. Die Legende besagt, dass seine Seele an dem Tag befreit wird, an dem der der Steinhaufen auf seinem Grab so hoch ist, dass er von der Spitze der Kapelle in Sainte-Marie aus gesehen werden kann. 

Wer also im Ferienhaus-Urlaub eine Wanderung auf den Ménez-Hom unternimmt, der sollte nicht vergessen, einen Stein auf das Grab des Königs zu legen. Allerdings sollte man dabei erwähnen, dass das Grab auf der der Kapelle abgewandten Bergseite liegt, sodass es noch einige Zeit dauern dürfte, bis der Steinhaufen hoch genug ist.  

 

Wer sich dennoch für den König mit den Pferdeohren interessiert, der findet an seinem Grab den Startpunkt einer Themenstrecke "Auf den Spuren des Königs Marc'h", „Sur les Pas du Roi Marc'h", die vom Ménez Hom aus durch mehrere Ortschaften bis nach Locronan führt. 

Wanderungen rund um den Ménez-Hom

Der Ménez-Hom befindet sich mitten im regionalen Naturpark Armorique und ist über dessen weitverzweigtes Netz an Wanderwegen gut erreichbar. Ferienhaus-Urlauber, die den Ménez-Hom bei einer leichten Wanderung erkunden wollen, nehmen am besten die schmale Straße, die bis auf wenige Meter von Süden her an den Berggipfel heran führt. 

Verschiedene gut ausgeschilderte Wanderwege führen von dort auf die beiden Gipfel des Ménez- Hom. Einen leichten Aufstieg bietet die relativ flache Ost- und Südflanke. Die Route an der Nordseite des Ménez-Hom sind etwas anspruchsvoller.

Auf dem Gipfel des Ménez-Hom finden interessierte Ferienhaus-Urlauber eine Infotafel, die das Panorama erläutert und bei der Orientierung hilft. Im Nordwesten erstreckt sich die Crozon-Halbinsel und die Rade de Brest, im Südwesten die Bucht von Douarnenez und das Cap Sizun, lässt man den Blick nach Süden schweifen, erblickt man bei klarer Sicht die Stadt Quimper, im Osten schlängelt sich das Flüsschen Aulne und im Nordosten der Rivière du Faou durch ihre Täler.

Am besten verbindet man den Aufstieg mit einem Besuch der kleinen Kapelle Sainte-Marie-du-Ménez-Hom im gleichnamigen Dorf. In ihrer umfriedete Pfarrkirche aus dem 16. Jahrhundert befinden sich außerordentlich schön gearbeitete Altaraufsätze und Statuen.

Weitere kleine Dörfer und Weiler liegen rund um den Ménez-Hom verstreut und lohnen einen Besuch, zum Beispiel die Örtchen Plomodiern oder Trégarvan. Hier befindet sich eine weitere interessante Kirche, die Kirche Saint-Budoc aus dem 16. Jahrhundert. Im Ort liegt außerdem das Museum der bretonischen Landwirtschaftsschule, das ebenfalls einen Besuch lohnt.

In einem Feld auf den südwestlichen Hängen des Ménez-Hom, östlich des Dorfes Saint-Nic, liegt der Dolmen von Menez Lié. Die kleine Megalithanlage kann man besuchen, wenn man nach der Wanderung noch einen Abstecher ans nahe gelegene Meer unternehmen möchte um sich bei einem erfrischenden Bad abzukühlen und die müden Füße zu entspannen.

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